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BRIANS HOMEPAGE | RETTUNGSDIENST | PRESSEMAPPE 2010
Pressemappe

Quelle sind - sofern nicht anders gekennzeichnet - zumeist die "Husumer Nachrichten" aus dem sh:z-Verlag, einige Fotografen haben mir zudem Bildmaterial zur Verfügung gestellt - vielen Dank dafür auch noch einmal an dieser Stelle. Sofern zu einem Artikel Bildmaterial zur Verfügung steht, ist dies mit einem gekennzeichnet.


2011 - Erstes Quartal
  • Langenhorn: Tod nach Drogenparty - 19-Jähriger wurde ausgesetzt (15. Januar)
  • Husum: Junge Fußgängerin übersehen und verletzt (18. Januar)
  • Drelsdorf: Mofafahrer lebensgefährlich verletzt (19. Januar)
  • Niebüll: Über 1200 Einsätze für „Christoph Europa 5“ (21. Januar)


  • Husum: Fußgängerinnen leicht verletzt (1. Februar)
  • St. Peter-Ording: Im Nebel am Strand verlaufen (1. Februar)
  • Husum: Bombenalarm nach Kofferfund (8. Februar)
  • Winnert: Schneeglätte - mit dem Auto in den Graben (16. Februar)  
  • Immenstedt: Überschlag - nur ein paar Beulen (17. Februar)
  • Oldersbek: Zwei Schwerverletzte nach Verkehrsunfall (21. Februar)  
  • Husum: Verletzte Fußgänger (23. Februar)


  • Husum: Auf dem Dach war die Flucht vorbei (5. März)
  • Süderlügum: Karambolage an Kreuzung (7. März)
  • Braderup: Zwei Tote bei Frontalzusammenstoß (12. März)
  • Schnelle Hilfe im Großschadensfall (17. März)  



  • Langenhorn: Tod nach Drogenparty - 19-Jähriger wurde ausgesetzt (15. Januar)
    (shz) Zuerst erschien es wie ein tödlicher Verkehrsunfall, doch dann entpuppte es sich als Tod nach einer exzessiven Drogenparty. Ein 19-Jähriger war am Mittwochabend in Langenhorn am Straßenrand liegend gefunden worden (wir berichteten). Versuche, ihn wiederzubeleben, hatten keinen Erfolg, teilte die Polizei gestern mit. Sie ging zunächst von einem Unfall aus. Dann stellte sich aber heraus, dass der 19-Jährige zwei Tage lang gefeiert hatte – mit zwei Freunden, Drogen und Alkohol. Als er gesundheitliche Probleme bekam, holten die anderen den Ermittlungen zufolge keine Hilfe – aus Angst, entdeckt zu werden. Stattdessen legten sie den 19-Jährigen an die Straße. Einer der beiden rief die Polizei, gab sich als vorbeikommender Radfahrer aus und meldete einen hilflosen Menschen.
    Ob der 19-Jährige schon in der Wohnung starb oder erst am Straßenrand, war zunächst völlig unklar. „Das sind genau die Sachen, die wir noch klären müssen“, sagte Polizeisprecher Christian Kartheus. Es stünden noch toxikologische Untersuchungen aus. Der junge Mann war laut Obduktionsergebnis an Herz-Kreislaufstillstand gestorben. Die beiden Freunde, 19 und 20 Jahre alt, wurden vorübergehend festgenommen. Die Polizei prüft, ob es um Aussetzung, Tötung durch Unterlassen oder unterlassene Hilfeleistung geht.

    Husum: Junge Fußgängerin übersehen und verletzt (18. Januar)
    (shz) Beim Überqueren der Neustadt ist am vergangenen Freitag um 18.05 Uhr eine junge Frau von einem Auto verletzt worden. Die 18-Jährige kam vom Bürgersteig am Wasserturm und befand sich gerade auf dem Fußgängerüberweg, als sie von einem Wagen erfasst wurde, der in Richtung Norden unterwegs war. Dessen 49-jährige Fahrerin hatte die Fußgängerin nach Angaben der Polizei vollkommen übersehen. Durch den Zusammenstoß kam es zu einem heftigen Sturz, bei dem sich das Unfallopfer diverse Schürfwunden am rechten Arm und im Bereich der rechten Hüfte zuzog. Zudem klagte die Geschädigte danach über Kopfschmerzen.

    Drelsdorf: Mofafahrer lebensgefährlich verletzt (19. Januar)
    (shz) Lebensgefährlich verletzt wurde ein 19 Jahre alter Bordelumer bei einem Verkehrsunfall am Montagabend auf der L 28 vor Drelsdorf. Bei schlechter Sicht und regennasser Fahrbahn fuhr ein 57 Jahre alter Autofahrer auf den vor ihm fahrenden Mofafahrer auf. Der junge Mann schlug schwer auf die Fahrbahn. Sein Zweirad blieb in die Motorhaube verkeilt am Pkw hängen. Der Schwerverletzte wurde in die Husumer Klinik gebracht. Auch der Autofahrer, der einen Schock erlitten hat, kam ins Krankenhaus. Den Sachschaden beziffert die Polizei mit 10 000 Euro.

    Niebüll: Über 1200 Einsätze für „Christoph Europa 5“ (21. Januar)
    (shz) im vergangenen Jahr wurde der Rettungshubschrauber der Deutschen Rettungs-Flugwacht (DRF) Luftrettung zu 1284 Einsätzen alarmiert. Damit leistete er im Jahr 2010 rund 31 Prozent mehr Einsätze als im Jahr zuvor (2009: 981 Einsätze). In den vergangenen zwölf Monaten startete „Christoph Europa 5“, so sein Funkrufname, zu 935 Notfalleinsätzen. Darüber hinaus wurde er weitere 349 Mal für den schnellen und schonenden Transport von Intensivpatienten zwischen Kliniken alarmiert. Grenzüberschreitend war die Besatzung 143 Mal in Dänemark im Einsatz. Verunglückte Motorradfahrer, Badeunfälle, verletzte Sportler – im Frühjahr und Sommer wurde der rot-weiße Hubschrauber mitunter täglich zu Freizeitunfällen alarmiert. Lebensrettende Hilfe brachten die Besatzungen in den warmen Monaten außerdem Patienten, die nach einem Wespenstich allergische Schockreaktionen entwickelt oder sich bei Grillunfällen Verbrennungen zugezogen hatten. Außerdem verdanken 183 Schlaganfall- und Herzinfarktpatienten den Niebüller Luftrettern schnelle notärztliche Versorgung.
    Jürgen Voiss, Stationsleiter und Pilot in Niebüll, blickt auf ein ereignisreiches Jahr 2010 zurück: „Zu Beginn des Jahres waren wir bei einem grenzüberschreitenden Einsatz in Dänemark. Dort hatten elf Personen bei einem Großbrand Rauchgasvergiftungen erlitten. Durch die gute Zusammenarbeit mit den dänischen Rettungskräften konnten wir den Verletzten schnell medizinische Hilfe bringen.“ Und auch eine Alarmierung im Frühjahr ist Voss in besonderer Erinnerung geblieben: „Im April waren wir bei einer Seerettung beteiligt, nachdem einen Mann während einer Bootstour bewusstlos geworden war. Nach intensiver Suche fanden wir das Boot und konnten den Patienten durch den Notarzt versorgen.“
    Mitte Mai leistete das Team seinen 5000. Einsatz insgesamt, als es nach St. Peter-Ording gerufen wurde: Ein Mann hatte über starke Herz-Kreislauf-Probleme geklagt und benötigte dringend einen Notarzt. Nach der Landung auf einer Skaterbahn versorgte die medizinische Crew ihn umgehend. In nur zehn Minuten Flugzeit konnte es den Patienten anschließend in eine Klinik bringen.
    Von 7 Uhr morgens bis Sonnenuntergang ist der an der Klinik Niebüll stationierte Hubschrauber der DRF Luftrettung täglich einsatzbereit. Er ist mit erfahrenen Piloten, Notärzten und Rettungsassistenten besetzt und mit allen medizintechnischen Geräten ausgestattet, die für eine optimale Patientenversorgung notwendig sind. Einsatzorte im Umkreis von 50 Kilometern kann „Christoph Europa 5“ in maximal 15 Minuten erreichen. Neben seinen Einsätzen im nördlichen Schleswig-Holstein wird der Hubschrauber der DRF Luftrettung auch für Rettungseinsätze in Süddänemark alarmiert. In Schleswig-Holstein sind insgesamt zwei Rettungshubschrauber der DRF Luftrettung stationiert: „Christoph Europa 5“ in Niebüll sowie „Christoph 42“ in Rendsburg, der 24 Stunden täglich einsatzbereit ist.

    Husum: Fußgängerinnen leicht verletzt (1. Februar)
    (shz) Zum Glück ist nicht mehr passiert: Eine unaufmerksame Autofahrerin verletzte am Sonnabend zwei Fußgängerinnen leicht. Die 45-Jährige war um 17.30 Uhr aus dem Kreisverkehr an der Vogtstraße in die Adolf-Brütt-Straße Richtung Schobüll abgebogen und hatte dabei ihre Wartepflicht vernachlässigt. Eine 41- und eine 15-Jährige wurden von ihr nach Angaben der Polizei einfach übersehen.

    Leichte Verletzungen zog sich auch eine 53 Jahre alte Frau zu, die in der Innenstadt von einer 15-jährigen Radfahrerin gerammt wurde. Das Mädchen war am Sonnabend um 15.10 Uhr auf Höhe der Großstraße 13 unterwegs. Wie die Polizei dazu mitteilte, befuhr es verkehrswidrig rechtsseitig den Gehweg in Richtung Langenharmstraße, als es mit der Fußgängerin kollidierte.

    St. Peter-Ording: Im Nebel am Strand verlaufen (1. Februar)
    (shz) Eindringlich warnt die Polizei davor, bei Nebel, Regen oder Dunkelheit ins Watt zu laufen. Schnell kann der Wanderer die Orientierung verlieren und statt Richtung Land Richtung Wasser laufen. Es besteht Lebensgefahr. Nicht jeder nimmt diese Warnung ernst. So wurden Polizei und Feuerwehr am Sonntag gegen 16 Uhr zum Böhler Strand gerufen. Ein Mann und seine Familie aus der Gemeinde Simonsberg hatten sich im Nebel verlaufen. In seiner Not rief er die Leitstelle Nord per Handy an, wie die Polizei mitteilt. Die koordinierte dann den Rettungseinsatz. Um ihm bei der Orientierung zu helfen, hatten Polizeistreife und Feuerwehr am Strand das Blaulicht eingeschaltet. Außerdem wurde er über Handy nach dem Untergrund gefragt, auf dem er sich bewegte. Bald hatte er das Pfahlbau-Restaurant gesichtet. Mann, Frau, die sechsjährige Tochter und der Hund kehrten wohlbehalten ans Land zurück. Die Feuerwehr musste ihr Luftkissen-Rettungsboot nicht einzusetzen. Die Polizeibeamten nutzten die Gelegenheit, um noch weitere Spaziergänger, die auf der Sandbank unterwegs waren, zurück in Richtung Böhl zu schicken.

    Husum: Bombenalarm nach Kofferfund (8. Februar)
    (shz) Zwei herrenlose Koffer, abgestellt vor dem Gebäude – das erregte gestern schlimmen Verdacht bei Schülern und Lehrern der Beruflichen Schulen des Kreises an der Herzog-Adolf-Straße. Die alarmierte Polizei ließ den Bau evakuieren. Der herbeigerufene Kampfmittelräumdienst konnte am Ende Entwarnung geben: Beide Gepäckstücke waren leer und ungefährlich. Wer sie vor der Schule platziert hat und warum – das ist allerdings noch völlig unklar.
    Zwei Schüler hatten die Gepäckstücke vor dem Haupteingang und im benachbarten Gebüsch entdeckt und Hausmeister Hauke Leske informiert. Der machte sich gemeinsam mit der Schulleitung ein Bild von der Lage. Gegen 12 Uhr wurde die Polizei alarmiert. Die Beamten sperrten das Gelände um die Schule weiträumig ab, setzten einen Spürhund ein und forderten den Kampfmittelräumdienst aus Groß-Nordsee bei Kiel zur Unterstützung an.
    Das sei in entsprechenden Fällen Routine, erläuterte Einsatzleiter Erich Bretthauer: „Aus Sicherheitsgründen – schließlich ist für uns ja nicht ersichtlich, was sich in den Koffern befindet.“ Die Bevölkerung reagiere seit einigen Jahren sehr sensibel auf entsprechende Vorfälle. Und erst im November 2010 hatte Bundesinnenminister Thomas de Maizière noch alle Bürger im Hinblick auf mögliche Terroranschläge zu erhöhter Wachsamkeit aufgerufen. Der Unterricht wurde abgebrochen, die Schule durch den Hinterausgang geräumt. Um 12.45 Uhr hatten sämtliche Schüler das Gebäude verlassen – der Schultag war da ja ohnehin fast vorbei.
    Vor den Bomben-Spezialisten hatten dann noch Hundeführer Matthias Hilbig und sein Spürhund „Gey“ ihren Auftritt. Eine Präventionsmaßnahme, „auch zur Sicherheit der Kollegen vom Kampfmittelräumdienst bei ihrem Einsatz“, wie Hilbig erklärte. Sein Rüde schnüffelte das Gelände vor der Schule ab – doch Sprengstoff war nirgends für ihn zu riechen. Gegen 13.30 Uhr rollte schließlich der schwere blaue Einsatzwagen des Kampfmittelräumdienstes auf den Bahnhofsvorplatz. Knappe Lagebesprechung, dann durchleuchteten die Sprengstoffspezialisten die verdächtigen Stücke mit einem mobilen Röntgengerät: In Schutzausrüstung näherte sich ein Beamter vom Räumdienst zunächst vorsichtig dem ersten Koffer und brachte den Apparat in Stellung. Das Durchleuchtungs-Ergebnis wurde anschließend im Einsatzfahrzeug auf dem Schirm geprüft. Nichts Auffälliges war zu erkennen. Nun war Koffer Nummer zwei an der Reihe – mit demselben Ergebnis. Erst jetzt wurden die Gepäckstücke geöffnet. Sie waren leer – bis auf etwas Regenwasser. Erich Bretthauer konnte den Einsatz beenden lassen und das Schulgelände wieder freigeben. Eine Stunde hatte alles gedauert.
    Wann genau die leeren Koffer vor der Schule abgestellt wurden und ob damit tatsächlich ein Polizei-Einsatz provoziert werden sollte, weiß noch keiner. Mögliche Nachahmer warnt Bretthauer jedoch: „Das kann teuer werden, wenn wir die erwischen.“

    Winnert: Schneeglätte - mit dem Auto in den Graben (16. Februar)
    (shz) Der Sirenenalarm kam um 12.45 Uhr, innerhalb weniger Minuten war die Freiwillige Feuerwehr Winnert an der Einsatzstelle, leistete Erste Hilfe. Auf der Kreisstraße 42 war eine Fahrerin mit ihrem Ford Ka verunglückt und musste aus dem Fahrzeug befreit werden. Aus Husum eilten ein Rettungswagen und der Notarzt an die Unfallstelle. Den Hergang erläutert Polizei-Einsatzleiter Sönke Lorenzen wie folgt: „Die Fahrerin näherte sich der Kurve aus Richtung Winnert kommend, geriet wegen der Schneeglätte ins Schleudern.“ Dabei drehte sich das Fahrzeug um 180 Grad, schoss in den Straßengraben und landete in einer Hecke. Die Fahrerin, die allein im Auto saß, wurde erheblich verletzt und ins Klinikum Nordfriesland verlegt.

    Immenstedt: Überschlag - nur ein paar Beulen (17. Februar)
    (shz) Glück im Unglück hatte eine junge Autofahrerin aus Viöl, die gestern mit ihrem Fahrzeug auf schneeglatter Fahrbahn auf der B 200 Richtung Husum, kurz hinter der Gaststätte „Immenstedt-Bahnhof“, ins Schleudern geriet. Das heckangetriebene Auto drehte sich zweimal auf der Fahrbahn, ehe es entgegen der ursprünglichen Fahrtrichtung auf dem Dach im Seitengraben landete. Die Frau konnte sich selbst aus dem Auto befreien, die alarmierte Freiwillige Feuerwehr Immenstedt half bei der Bergung des Fahrzeugs, das nach Polizeiangaben außer einer Beschädigung am Kotflügel nahezu heil wieder auf die Räder gestellt werden konnte. Die junge Frau wurde leicht verletzt, verzichtete aber auf eine Fahrt mit dem Rettungswagen.



    Oldersbek: Zwei Schwerverletzte nach Verkehrsunfall (21. Februar)
    (shz) Ein schwerer Verkehrsunfall ereignete sich am Sonnabend gegen 21.20 Uhr auf der Kreisstraße 135 bei Kohlschau zwischen Oldersbek und Schwabstedt. Dabei wurden zwei Menschen schwerst verletzt. Die Straße musste für zwei Stunden komplett gesperrt werden.
    Ein aus Richtung Oldersbek kommender Autofahrer, der mit seinen drei Kindern unterwegs war, geriet aus noch ungeklärter Ursache mit seinem Wagen nach rechts von der Fahrbahn ab, schoss 55 Meter über die Bankette und legte dann zehn Meter in einem Graben zurück. Dabei riss das schwere Auto einen dicken Baum samt Wurzelwerk aus dem Erdreich. Dieser zertrümmerte das Fahrzeugdach auf der Beifahrerseite. Der stellvertretende Kreispräsident Siegfried Struwe und sein Sohn waren die ersten Autofahrer, die vorbeikamen und sofort Erste Hilfe leisteten. Während er die zertrümmerte Frontscheibe zur Seite bog, verletzte sich der 27-jährige Sohn erheblich an der Hand.
    Aufgrund der Handy-Notrufmeldung löste die Rettungsleitstelle Nord sofort Sirenenalarm in Ostenfeld, Ramstedt und Oldersbek aus. Die Ostenfelder Feuerwehr rückte mit 21 Feuerwehrleuten aus, die Ramstedter schickte zwölf und die Oldersbeker acht Einsatzkräfte. Aus Husum eilten zwei Rettungswagen und ein Notarzt an die Unfallstelle. Die Polizei entsandte zwei Streifenwagen. Nachdem alle vier Fahrzeuginsassen befreit waren, registrierten die Rettungsteams zwei sehr schwer verletzte Personen: Dem Fahrer wurde unter anderem ein Ohr abgerissen, seine neben ihm sitzende 15-jährige Tochter erlitt ein schweres Schädel-Hirn-Trauma - auf ihrer Seite hatte der Baum das Dach zerdrückt. Einen großen Schutzengel hatten die beiden hinten sitzenden kleinen Kinder (vier und sechs Jahre alt). Nach 22 Uhr wurde der Mann in die Universitätsklinik nach Kiel verlegt. Seine 15-jährige Tochter kam in die Neurochirurgie nach Flensburg. Der Notarzt versorgte auch die blutende Hand des 27-Jährigen. Notarzt und Polizei-Einsatzleiter Oliver Preuß dankten den Ersthelfern für ihr beherztes Eingreifen. Um auszuschließen, dass weitere Personen aus dem Auto geschleudert worden waren, suchten Feuerwehrleute ein angrenzendes Feld ab.

    Husum: Verletzte Fußgänger (23. Februar)
    (shz) Schwerer Verkehrsunfall in der Siemensstraße: Gestern um 7.47 Uhr betrat ein 55-jähriger Fußgänger – Angehöriger der Behinderten-Einrichtung Husumer Werkstätten – bei der Bushaltestelle in Höhe eines Elektronikfachhandels unvermittelt die Fahrbahn und wurde dabei von dem Pkw einer 26-jährigen Köchin erfasst. Dabei war die Sicht der Autofahrerin durch die tief stehende Sonne, aber auch durch die nicht gänzlich vom Eis befreite Windschutzscheibe beeinträchtigt, heißt es in einer Pressemitteilung der Polizei. Der Fußgänger wurde mit schweren Kopf- und Nackenverletzungen zur stationären Behandlung in die Niebüller Klinik gebracht. Die Polizei weist aus diesem Grunde alle Fahrzeugführer auf ihre Pflicht hin, auch bei winterlichen Temperaturen die Scheiben vollkommen frei zu kratzen, damit eine einwandfreie Sicht auf das Verkehrsgeschehen gewährleistet ist. Da die 26-Jährige dies nicht beachtete, muss sie nun mit einem Strafverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung rechnen.

    Eine 87-jährige Passantin ist am Montagabend von einem Pkw angefahren worden. Die Frau hatte von der Norderstraße über einen Zebrastreifen in Richtung Osterende gehen wollen und war von einem Autofahrer übersehen worden, der zeitgleich aus dem Plan in die Norderstraße einbog. Zuvor hatte der 58-Jährige noch eine Radfahrerin passieren lassen, die – wenn auch auf der falschen Seite – die Norderstraße überquerte. Doch die alte Dame mit ihrem Gehwagen erblickte der Mann zu spät. Glück im Unglück: Zum Zeitpunkt des Unfalls war der Autofahrer nach Polizeiangaben sehr langsam unterwegs. Gleichwohl kam die 87-Jährige zu Fall und verletzte sich. Sie musste zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht werden.

    Husum: Auf dem Dach war die Flucht vorbei (5. März)
    (shz) Dieser Raubzug ist wohl gehörig schief gelaufen: Ein 22-jähriger Husumer war am Mittwochnachmittag über das ausgehebelte Schlafzimmerfenster in eine Wohnung in einem Mehrfamilienhaus in der Nordbahnhofstraße eingestiegen. Im Wohnzimmer fand er Geld, der dreistellige Betrag wanderte als Beute in seine Tasche. Doch er blieb nicht unbemerkt: Der Dieb wurde vom heimkehrenden 29-jährigen Wohnungsinhaber überrascht. Es kam zu einer handfesten Auseinandersetzung, wobei beide Kontrahenten leicht verletzt wurden. Trotzdem gelang es dem Täter, sich loszureißen und in einen angrenzenden Garten zu flüchten.
    Dort wurde er gleich wieder entdeckt: Eine Anwohnerin rief ihm zu, dass er sofort zu verschwinden habe, was er zunächst auch tat. Fünf Minuten später war er allerdings schon wieder da – und dieses Mal drohte die Frau dem dreisten Eindringling mit ihrem Schäferhund. Das zeigte Wirkung, eingeschüchtert von dem großen Tier flüchtete der 22-Jährige zunächst auf die Mauer zum Nachbargrundstück und erklomm dann einen Dachvorsprung am nächstgelegenen Haus. Auf dem Dach verschanzte er sich sodann – und erlitt ob der so gründlich missglückten Flucht augenscheinlich einen Schwächeanfall.
    Um den Mann vom Dach zu holen, riefen die inzwischen am Tatort eingetroffenen Polizisten die Feuerwehr, die zügig mit einem Leiterwagen und zwei weiteren Fahrzeugen anrückte. Am Ende war deren Einsatz aber überflüssig: Gutes Zureden der Beamten reichte schließlich aus, den Mann dazu zu bewegen, selbstständig vom Dach herunterzuklettern. Sichtlich benommen wurde er mit einem Rettungswagen abtransportiert.
    Der 22-Jährige, der der Polizei bereits hinlänglich bekannt ist, wurde nach kurzer ärztlicher Behandlung in Gewahrsam genommen und bleibt nach einer inzwischen ergangenen Entscheidung des Amtsgerichts zunächst in Untersuchungshaft. Ganz allein hatte er den Einbruch aber wohl nicht begangen: Zeugen haben mindestens einen weiteren Mann beobachtet, der „Schmiere“ stand. Entsprechenden Hinweisen geht die Polizei bereits nach.

    Süderlügum: Karambolage an Kreuzung (7. März)
    (shz) Fünf zum Teil schwer, jedoch nicht lebensgefährlich Verletzte und ein Sachschaden von 20 000 Euro forderte ein Verkehrsunfall am Freitagabend. Gegen 21.30 Uhr waren im Kreuzungsbereich Bundesstraße 5/Grenzstraße (L 192) zwei dänische Autos mit insgesamt fünf Insassen kollidiert. Nach Angaben der Polizei hatte ein Kleinwagen einem in Richtung Grenze fahrenden Mercedes die Vorfahrt genommen und war auf diesen seitlich aufgeprallt. Die Verletzten wurden in Kliniken nach Flensburg und Niebüll gebracht. Die B5 und die L 192 waren vorübergehend voll gesperrt.

    Braderup: Zwei Tote bei Frontalzusammenstoß (12. März)
    (shz) Am Freitag, dem 11. März 2011, gegen 06.28 Uhr, ereignete sich auf der Bundesstraße 5 zwischen Süderlügum und Braderup ein frontaler Zusammenstoß zwischen zwei Fahrzeugen, bei dem zwei weibliche Personen tödlich verunglückten. In Höhe Overschau geriet der Fiat Punto der beiden Frauen, die auf der B 5 aus nördlicher Richtung kommend in Richtung Braderup unterwegs waren, vermutlich aufgrund spiegelglatter Fahrbahn ins Schleudern und anschließend auf die linke Fahrspur, wo ein 47-jähriger Fahrer mit einem Sprinter die Bundesstraße in Richtung Süderlügum befuhr. Es kam zu einer frontalen Kollision beider Fahrzeuge.
    Der Fahrer des Sprinters war zunächst eingeklemmt, konnte jedoch von den Rettungskräften befreit werden. Er wurde schwer verletzt mit einem Rettungshubschrauber in die DIAKO Flensburg verbracht. Für die beiden Frauen, eine 61-jährige Fahrerin aus Süderlügum und ihre 29-jährige Arbeitskollegin, kam jedoch jede Hilfe zu spät. Die Bundesstraße wurde für die Rettungsarbeiten und die Bergung der total beschädigten Fahrzeuge komplett gesperrt. Die Sperrung dauert zur Zeit noch an. Zur endgültigen Klärung der Unfallursache wurde ein Sachverständiger an den Unfallort bestellt.











    Schnelle Hilfe im Großschadensfall (17. März)
    (shz) Rund 100 Beteiligte trainierten in der Husumer Messehalle den Aufbau eines Versorgungsplatzes für Verletzte bei einer Katastrophe oder einem schweren Unglück. Der sogenannte „Behandlungsplatz für 25 Personen“ (BHP 25) wird eingesetzt, wenn etwa nach Bus- oder Zug-Unfällen mit mehr Verwundeten zu rechnen ist, als die regionalen Krankenhäuser versorgen können. Für die Übung wurden zwei BHP 25 aus den Kreisen Nordfriesland und Dithmarschen zusammengelegt, um die Versorgung von bis zu 50 Verletzten zu simulieren.
    Der Leiter des nordfriesischen Rettungsdienstes, Jens-Peter Lindner, hatte die Übung initiiert. Zu Beginn erläuterte er deren Ziele: Die BHP 25 sollten möglichst schnell aufgebaut und eine große Anzahl von Verletzten lückenlos registriert werden. Gleichzeitig sollte die Zusammenarbeit zwischen Hilfsorganisationen und Rettungsdiensten aus Nordfriesland und Dithmarschen geübt und die Verwendung von aufblasbaren Zelten, deren Einrichtung zur Versorgung sowie entsprechende Patientenregistrierungssysteme demonstriert werden.
    Zu den 100 Einsatzkräften gehörten Mitglieder des Deutschen Roten Kreuzes beider Kreise, darunter auch eine Gruppe von Sylt, der DLRG, des THW aus Dithmarschen und des nordfriesischen Rettungsdienstes. Als Beobachter waren unter anderem Vertreter aus dem Kreis Schleswig-Flensburg, von der Rettungsdienst–Kooperation in Schleswig-Holstein und vom DRK Pellworm vor Ort.
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