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BRIANS HOMEPAGE | RETTUNGSDIENST | PRESSEMAPPE 2009
Pressemappe

Quelle sind - sofern nicht anders gekennzeichnet - zumeist die "Husumer Nachrichten" aus dem sh:z-Verlag, einige Fotografen haben mir zudem Bildmaterial zur Verfügung gestellt - vielen Dank dafür auch noch einmal an dieser Stelle. Sofern zu einem Artikel Bildmaterial zur Verfügung steht, ist dies mit einem gekennzeichnet.


2009 - Viertes Quartal
  • Rettungskräfte nur mangelhaft untergebracht (5. Oktober)  
  • Viöl: Minivan und Anhänger schleudern in Graben (17. Oktober)
  • Husum: Motorradfahrer bei Auffahrunfall verletzt (22. Oktober)
  • Pellworm: Neuer Notarztwagen für die Insel (22. Oktober)  
  • Emmelsbüll-Horsbüll: Gegen Baum geprallt (22. Oktober)
  • Husum: Vorfahrt missachtet - Auto flog auf Gehweg (29. Oktober)
  • Im Notfall: ICE-Nummer fürs Handy (29. Oktober)
  • Niebüll: Löschpulver löst Großalarm aus (31. Oktober)

  • Friedrichstadt: Zugeparkt - Retter steckten fest (14. November)
  • Regionalleitstelle Nord: Malochen bis zum Umfallen (14. November)
  • Ramstedt: Auto rast nachts in Knick - Vier Verletzte (16. November)
  • Harrislee: Jagdszenen in Wassersleben (17. November)

  • Husum: Großeinsatz der Feuerwehr (1. Dezember)
  • Langeneß: Feste Landeplätze für Hubschrauber (7. Dezember)
  • Drelsdorf: Frau starb nach schwerem Unfall (16. Dezember)  
  • Sankt-Peter-Ording: Segler stirbt in der Nordsee (28. Dezember)




  • Rettungskräfte nur mangelhaft untergebracht (5. Oktober)
    (shz) „Die Rettungswachen in Husum und in Niebüll erhalten einen Anbau.“ Hinter diesem lapidar formulierten Antrag zur jüngsten Kreistagssitzung steckt allerdings das Potenzial einer gewaltigen Sprengkraft. „Eine Erweiterung durch einen Anbau ist zwingend notwendig“, heißt es in der Verwaltungsvorlage für den Kreistag. Vorausgegangen waren Überprüfungen an beiden Standorten. Und sie brachten an den Tag, dass für die 35 Mitarbeiter an der Husumer Rettungswache (Schleswiger Chaussee), die zum Teil im Schichtdienst arbeiten, nur drei Ruhe- und Umkleideräume zur Verfügung stehen – und das auf knapp 30 Quadratmetern. Die bisherigen sanitären Anlagen und die Umkleideräume lassen ebenfalls zu wünschen übrig, so das Fazit der Untersuchungen, die schon im vergangenen Jahr vorgenommen wurden.
    Mit dem Anbau für die Husumer Rettungswache sollen fünf weitere Ruheräume sowie größere sanitäre Anlagen nebst Umkleideräume auf 70 Quadratmetern geschaffen werden. Des Weiteren ist vorgesehen, im Erdgeschoss eine Zentral-Apotheke einzurichten. Dort sollen medizinisches Material und Medikamente für den Einsatz gelagert werden. Zu allem Überfluss ist noch ein Wasserrohrbruch hinzugekommen, der die Arbeit in der Husumer Rettungswache unmöglich machte (wir berichteten). Frühestens Mitte Oktober können die Rettungsassistenten ihr „Asyl“ in der Julius-Leber-Kaserne verlassen und wieder in die Schleswiger Chaussee zurückkehren.
    In Niebüll muss noch mehr passieren. „Die jetzige Situation ist nicht länger haltbar“, heißt es in einem Schreiben aus der Verwaltung. Personal und Fahrzeugbestand dieser Rettungswache müssen aufgestockt werden. Außerdem sind drei zusätzliche Stellplätze, eine Geräte-Desinfektion und Umkleidekabine sowie Duschen und Ruheräume notwendig. Hinzu kommen erhebliche Umbauarbeiten (Sanierung Heizung, Fußböden und Garagentore). Derzeit sieht es in Niebüll so aus, dass sich die männlichen Rettungsassistenten in einem Baucontainer umziehen. Aufenthaltsräume und Büros sind zu Ruheräume umfunktioniert. Die Geschlechtertrennung in den sanitären Anlagen ist so gut wie nicht möglich. „Werden die Maßnahmen nicht zeitnah begonnen, droht sogar eine Schließung der Rettungswache in Niebüll wegen gravierender arbeitssicherheitsrechtlicher Mängel“, schreibt Landrat Dieter Harrsen der Politik ins Stammbuch.
    Verwaltung und Politik sind sich zwar in der Sache einig, noch aber nicht über den Weg. Während der Gesundheitsausschuss den Bauvorhaben zugestimmt hat, ergab Stimmengleichheit im Finanz- und Bauausschuss ein Nein. Aber auch die Verhandlungen zwischen den Kostenträgern – Krankenkassen und dem Kreis – sind noch nicht abgeschlossen. Doch trotz unterschiedlicher Meinungen geht es jetzt vorwärts. Das Bauantragsverfahren läuft bereits, und noch in diesem Jahr soll an beiden Standorten mit dem Bau begonnen werden. Damit geht der Kreis in finanzielle Vorleistung. „Wir sind aber guter Dinge, dass wir die Verhandlungen in Kürze erfolgreich abschließen können“, war aus dem Kreishaus zu hören.

    Viöl: Minivan und Anhänger schleudern in Graben (17. Oktober)
    (www.nonstopnews.de) Nach einem schweren Verkehrsunfall musste die Bundesstraße 200 zwischen Flensburg und Husum am Sonnabend voll gesperrt werden. Ein Auto samt Anhänger war verunfallt, auch der Rettungshubschrauber musste auf der Fahrbahn landen. Nach den ersten Ermittlungen der Polizei war der Fahrer eines Minivan mit Anhänger auf einem schnurgeraden Teilstück der Bundesstraße zwischen Haselund und Viöl plötzlich ins Schleudern geraten. Es gelang ihm nicht, das Gespann wieder abzufangen; Auto und Anhänger landeten im Graben. Aufgrund der Schräglage des Minivans konnte sich einer der drei Männer nicht selbst aus dem Unfallwagen befreien. Daher rückten neben drei Rettungswagen auch die Viöler Feuerwehr und der Rettungshubschrauber „Christoph 42“ aus Rendsburg an.
    Für zwei der Männer endete der Unfall sehr glimpflich: Sie erlitten lediglich einen Schock und wurden vor Ort durch Rettungskräfte untersucht. Auch der eingeklemmte Insasse konnte durch Feuerwehr und Rettungsdienst ohne technisches Gerät aus seiner misslichen Lage befreit werden. Er wurde mit dem Rettungshubschrauber in ein Flensburger Krankenhaus geflogen. Nach ersten Erkenntnissen erlitt er zwar schwere, aber keine lebensbedrohlichen Verletzungen. Nach rund anderthalb Stunden konnte die bis dahin voll gesperrte B200 wieder freigegeben werden. Die Polizei entnahm dem Fahrer des Minivan eine Blutprobe, da bei ihm der Verdacht auf eine Fahrt unter Alkohol- oder Drogeneinfluss bestand.

    Husum: Motorradfahrer bei Auffahrunfall verletzt (22. Oktober)
    (shz) Gleich drei unterschiedliche Fahrzeuge waren an einem Unfall beteiligt, der sich vorgestern um 11.10 Uhr auf der Flensburger Chaussee ereignete. Offenbar ohne ausreichend auf den Verkehr zu achten, bog ein 83-jähriger Autofahrer von der Einmündung bei der Firma AVK kommend nach links auf die Flensburger Chaussee ein, auf der ein Lastwagen Richtung Innenstadt fuhr. Dessen 29-jähriger Lenker musste in die Bremsen steigen, als ihm der Wagen des 83-Jährigen vor die Nase fuhr. Ein hinter dem Lkw fahrendes Motorrad jedoch zog an dem Laster vorbei und rauschte genau in den abbiegenden Pkw. Bei dem Sturz wurde der 47-jährige Motorradfahrer leicht verletzt. An seinem Zweirad entstand ein Schaden von 5000 Euro, am Auto einer von 1500 Euro. Ob der Biker überholen wollte oder nur ausgewichen ist, um nicht auf den bremsenden Lastwagen aufzufahren, ist noch unklar.

    Pellworm: Neuer Notarztwagen für die Insel (22. Oktober)
    (shz) Der Praxis des Inselarztes Dr. Uwe Kurzke wurde in einer kleinen Feier ein neues Notarzt-Einsatzfahrzeug übergeben. Es handelt sich dabei um einen Hyundai Santa Fe mit Automatik und Vierradantrieb. Diese Wagen werden landesweit eingesetzt, der Standard der Ausrüstung ist auf den Inseln und dem Festland gleich. Sie werden etwa alle fünf Jahre ausgetauscht. Alle Geräte zur Erstversorgung eines Patienten sind vorhanden. So ein Fahrzeug kostet mit Ausrüstung rund 50 000 Euro. Auf Pellworm fährt er etwa 12 000 bis 15 000 Kilometer jährlich. „Die Zahl der Einsätze erhöht sich ständig“, sagt Dr. Kurzke. „Im vorigen Jahr waren es 110, in diesem Jahr sind wir schon bei 160. Eine schnelle Primärversorgung kann auf der Insel entscheidend sein, da anschließend ein längerer Transportweg durch Hubschrauber oder Rettungskreuzer zur entsprechenden Fachklinik dazukommt.“
    Der alte Inselarzt, Dr. Schlitt, der bis 1987 auf Pellworm tätig war, erzählt, wie es früher war: „Von so einem Fahrzeug hätte ich damals nicht einmal zu träumen gewagt. Mein Notarztwagen war mein privater VW, zuerst nur ein Käfer. Anfangs ging einem Hubschraubertransport ein längerer Dienstweg über Kreis und Land voraus, bis ich dann nach einem akuten Notfall endlich die Genehmigung bekam, Hubschrauber oder Seenotkreuzer direkt anzufordern.“
    Vom Festland zur Übergabe gekommen waren Christian Wehr, der Leiter des Kreis-Rettungsdienstes, Jürgen Bohnert vom Rettungsdienst Husum und der Bezirkswachleiter Husum, Georg Nissen. Von der Pellwormer Einsatzgruppe waren Gerd Nommsen und Jürgen Andresen vor Ort. Nach der Schlüsselübergabe und einer ersten kurzen „Sitzprobe“ durch Dr. Kurzke und seiner Vertreterin, Dr. Christiana Kudlik, gab es noch einen kleinen Imbiss in der Insel-Praxis für das Rettungsteam und die Gäste vom Festland.

    Emmelsbüll-Horsbüll: Gegen Baum geprallt (22. Oktober)
    (shz) Gestern Abend gegen 18 Uhr ereignete sich auf der Bundesstraße 5 in der Nähe von Gasthafen ein schwerer Verkehrsunfall, bei dem drei Menschen verletzt wurden. Ein mit einer vierköpfigen Hamburger Familie besetzter in Richtung Klixbüll fahrender Maserati geriet auf der stark verschmutzten Fahrbahn ins Schleudern. Der Wagen stürzte die Böschung auf den angrenzenden Fahrradweg hinab und prallte dort seitlich gegen einen Baum. Dabei wurde die 31-jährige Beifahrerin eingeklemmt und musste von Einsatzkräften der Freiwilligen Feuerwehr Niebüll-Deezbüll aus dem völlig zertrümmerten Fahrzeugwrack befreit werden. Die beiden acht- und fünfjährigen Kinder wurden ebenfalls verletzt. Der 52-jährige Fahrer blieb unverletzt. Die Beifahrerin und die Kinder wurden in das Klinikum Niebüll eingeliefert. Vorsorglich war der Rettungshubschrauber Christoph Europa 5 auf einen angrenzenden Acker gelandet.

    Husum: Vorfahrt missachtet - Auto flog auf Gehweg (29. Oktober)
    (shz) Zwei Leichtverletzte und 11 000 Euro Sachschaden – das ist die Bilanz eines Verkehrsunfalls, der sich am vergangenen Donnerstag um 14.35 Uhr ereignete. Verursacher war nach Angaben der Polizei ein 53 Jahre alter Mann, der mit seinem Pkw die Ludwig-Nissen-Straße zwischen Zingel und Plan in östliche Richtung befuhr. Er überquerte die Herzog-Adolf-Straße, ohne auf einen von rechts kommenden Geländewagen zu achten, der von einem 49-Jährigen gelenkt wurde.
    An der Einmündung – dort gilt rechts vor links und ein Geschwindigkeitslimit von 30 Stundenkilometern – kam es zum Zusammenstoß. Der war so heftig, dass der Wagen des 53-Jährigen auf den Gehweg der Herzog-Adolf-Straße geschleudert wurde, nicht ohne dabei vier Begrenzungspfosten und ein Stromverteilerkasten zu beschädigen. Der Mann und seine 15-jährige Beifahrerin kamen mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus.

    Im Notfall: ICE-Nummer fürs Handy (29. Oktober)
    (shz) Wenn sie einen Notfallpatienten ins Krankenhaus fahren, versuchen die Mitarbeiter des Rettungsdienstes oder des Klinikums Nordfriesland immer, die nächsten Angehörigen zu benachrichtigen. Doch die sind oft gar nicht so leicht zu ermitteln: Welcher der vielen Namen im Handy des Patienten ist der richtige?
    „Deshalb empfehlen wir allen Handybesitzern, die Telefonnummern ihrer nächsten Angehörigen unter dem Kürzel ICE im Handy zu speichern“, rät Christian Wehr, der Leiter des Rettungsdienstes des Kreises Nordfriesland. ICE ist die internationale Abkürzung für „In case of emergency“, auf Deutsch: „Im Notfall“. Sollen mehrere Personen informiert werden, speichert man sie unter ICE1, ICE2 und so weiter.
    Christian Wehr bittet insbesondere Eltern, ihren Nachwuchs zur Beteiligung an der Aktion aufzufordern: „Kinder tragen nämlich fast nie ihren Ausweis bei sich. Deshalb ist es bei ihnen am schwierigsten, nahe Angehörige ausfindig zu machen. Die ICE-Maßnahme ist sinnvoll, einfach umzusetzen und kostenlos von jedem selbst einzurichten.“

    Niebüll: Löschpulver löst Großalarm aus (31. Oktober)
    (shz) „Im Krankenhaus wurde der Brandmelder ausgelöst!“ Mit diesem Alarmruf wurden die Freiwilligen Feuerwehren Niebüll-Deezbüll und Langstoft am Donnerstag um 17.58 Uhr zum Klinikum Niebüll gerufen. Auf dem Weg dorthin erreichte sie von der Einsatzleitstelle der Hinweis, dass es im dritten Obergeschoss brennt.
    Mit Wärmebildkamera und unter schwerem Atemschutzgerät machten sich Einsatzkräfte auf den Weg zur vermeintlichen Brandstelle im Nottreppenhaus im Ostflügel. Dort entpuppte sich der „Brandherd“ als ausgelöster Pulver-Feuerlöscher. Mittlerweile wurde der Verursacher ermittelt. Wie die Polizei gestern mitteilte, hat ein 35-jähriger Patient in offensichtlich verwirrtem Zustand den Feuerlöscher entleert. Der Mann wurde ins Fachkrankenhaus Bredstedt eingewiesen. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Flensburg werden die Beamten der Niebüller Polizei eine Strafanzeige wegen des Verdachtes der gemeinschädlichen Sachbeschädigung fertigen.
    „Weil wir nicht wussten, ob die Person, die den Feuerlöscher entriegelt hat, nicht irgend einen Brand löschen wollte, haben wir sicherheitshalber alle im Umfeld befindlichen Räume abgesucht und die Suche nach 50 Minuten beendet“, erklärte Gemeindewehrführer Uwe Mussack, der den Einsatz leitete. Bedienstete der Klinik hatten außerdem die Patienten aus dem vermeintlichen Gefahrenbereich evakuiert und in sichere Bereiche gebracht.
    Unterm Strich blieb für Feuerwehr und andere Einsatz- und Hilfskräfte die Erkenntnis, das eine kleine Ursache eine große Wirkung zur Folge hatte – und gleichsam erhebliche Kosten auslöste. „Unser ehrenamtlicher Einsatz hätte sich, würden wir eine Rechnung schreiben, auf mehrere tausend Euro belaufen“, sagte Mussack. Weitaus höher wäre die Rechnung des Rettungsdienstes ausgefallen. Rettungsdienst und Rotes Kreuz waren mit 35 Kräften und 15 Fahrzeugen angerückt, die Feuerwehren der Stadt mit 53 Einsatzkräften und dem gesamten Fahrzeugpark inklusive der neuen Drehleiter. Vom THW waren Führungskräfte vor Ort – und die Polizei mit mehreren Beamten. „Wir mussten in diesem Umfang reagieren“, erklärte Gemeindewehrführer Mussack die Vollalarmierung, die sich nach Erkenntnis der Sachlage auf die Dimension einer schulmäßigen Übung reduzierte.
    Bis klar wurde, was wirklich passiert war, herrschte große Sorge unter den Einsatzkräften, Krankenhausärzten und -personal. Einige Zeit nach dem „Vorfall“ war die nähere Umgebung des losgegangenen Feuerlöschers noch staubgeschwängert. Mit einem sogenannten Exhaustor beseitigten die Aktiven das Übel.

    Regionalleitstelle Nord: Malochen bis zum Umfallen (14. November)
    (shz) Eigentlich sollte mit der Kooperativen Regionalleitstelle Nord in Harrislee alles besser werden. Doch nicht nur die Kinderkrankheiten der neuen Technik erweisen sich als ernsthaftes Problem (wir berichteten). Inzwischen gehen auch die Mitarbeiter auf dem Zahnfleisch. Unzumutbare Bedingungen machen die hochmodernen Arbeitsplätze zur Qual. Zu leiden haben darunter nicht nur die Beschäftigten selbst, sondern auch die Rettungsdienst-, Feuerwehr- und Polizeikräfte im Einsatz. Frustriertes Personal, Kommunikationsprobleme, Systemausfälle – die Vorzeigeleitstelle als Ärgernis und Sicherheitsrisiko... (ganzen Artikel lesen)

    Harrislee: Jagdszenen in Wassersleben (17. November)
    (shz) Die Bundespolizei hat am Montagabend in Harrislee (Kreis Schleswig-Flensburg) neun Iraker festgenommen. Die Männer im Alter zwischen 15 bis 29 Jahren sollten nach Auskunft der Bundespolizei nach Skandinavien geschleust werden, so Bernd Schindler, Pressesprecher der Bundespolizei in Flensburg. Nach Hinweisen aus der Bevölkerung, waren die ausweislosen Männer vermutlich aus einem weißen Transporter an der Bundesstraße 200 ausgestiegen und weggelaufen.
    Mehrere Streifenwagen der Bundespolizei konnten die Flüchtlinge wenigspäter am Strandbereich der Ortschaft Wassersleben nahe der dänischen Grenze festnehmen. Auf der Suche nach den flüchtigen, jungen Irakern kam es zu spielfilmreifen Szenen in der Dunkelheit. Als eine Gruppe der Flüchtlinge von der Besatzung eines Streifenwagen festgenommen werden sollte, zogen es mehrere Jugendliche vor, Reißaus zu nehmen. Die Beamten der Polizei konnten die Iraker allerdings nach einem kurzen Verfolgungslauf in Wassersleben stellen. Die Männer sollen heute mithilfe eines Dolmetschers befragt werden.
    Nach rund zehn Minuten waren alle Flüchtlinge fixiert und wurden zur Hauptdienststelle der Bundespolizei nach Bredstedt verbracht. Die jungen Männer hatten bereits einige Strapazen hinter sich. In Zusammenarbeit mit einer Einsatzgruppe des Deutschen Roten Kreuzes wurden alle neun Männer erst einmal mit Getränken, Essen und warmer Kleidung versorgt, berichtet Polizeisprecher Bernd Schindler. Eine medizinische Versorgung war glücklicherweise nicht notwendig, sicherheitshalber war der ORgaqnisatorische Leiter Rettungsdienst des Kreis Nordfriesland mitalarmiert worden. Die jungen Männer sollen heute zu den Umständen der Flucht mit Hilfe eines Dolmetschers in Bredstedt befragt werden, so Schindler.
    Immer wieder wurden in der Vergangenheit Schleusungen von irakischen und afghanischen Flüchtlingen entlang der A7 und den Transitstrecken in Richtung Skandinavien aufgedeckt, die größtenteils unterabenteuerlichenVerhältnissen durchgeführt werden. Dabei ist es den Schleusern egal, ob die meist jungen Männer, die den Irak überwiegend in Richtung Schweden verlassen wollen, ausreichend Nahrungund Getränke bekommen. Während der teilweise 36 Stunden andauernden Schleusungsfahrten, die meist in Italien ihren Anfang nehmen, kam es in den letzten Jahren immerwieder zu Unfällen mit vorwiegend eingesetzten Kleintransportern der"Sprinterklasse". Vermutlich, so ein Insider, hatte am Montagabend ein Vorauskurier der Schleusergruppe den Fahrer über eine Grenzkontrolle im Königreich Dänemark gewarnt. Der Fahrer hatte dann die Flüchtlinge mitten auf der Bundesstraße 200 einfach ausgeladen und sie Ihrem Schicksal überlassen. Der flüchtige Fahrere des Transporters konnte bis heute nicht ermittelt werden.

    Ramstedt: Auto rast nachts in Knick - Vier Verletzte (16. November)
    (shz) In der Nacht zu gestern raste ein Auto kurz nach Mitternacht in der Schulstraße, etwa 150 Meter hinter dem Ortsausgang in Richtung Koldenbüttel, in einen Knick. Dabei wurden vier Personen verletzt. Als Unfallursache sieht die Polizei nicht angepasste Geschwindigkeit. Zudem, so die Polizei, ergab eine Atemalkoholüberprüfung beim Fahrer des Wagens einen Wert von fast 0,8 Promille. Es wurde eine Blutprobe angeordnet und der Führerschein sichergestellt. Die Höhe des Sachschaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf rund 2000 Euro.

    Husum: Großeinsatz der Feuerwehr (1. Dezember)
    (shz) Mehr als 80 Feuerwehrleute mussten gestern früh ausrücken – es brannte in einem Mehrfamilienhaus in der Friedrichstraße. Nur wenige Minuten, nachdem das Feuer von einem Bewohner gemeldet wurde, waren um 4.35 Uhr die Brandschützer, mehrere Polizeibeamte sowie Rettungskräfte am Ort des Geschehens. Aufgrund der bedrohlichen Lage gab der Einsatzleiter der Freiwilligen Feuerwehr Husum, Jürgen Jensen, nach seinem Eintreffen zunächst Alarmstufe „Feuer 2“ – Vollalarm für die Ortswehren Husum und Schobüll – und danach sogar „Feuer 3“, zusätzlich Vollalarm auch für die Freiwillige Feuerwehr Mildstedt.
    Während die Feuerwehrleute zum Teil über die lange Drehleiter den Wohnungsbrand im ersten Obergeschoss bekämpften, um ein Übergreifen zu verhindern, kümmerten sich die anderen Einsatzkräfte um die Menschen in den anderen sieben Wohnungen. Zum Teil mussten Türen gewaltsam geöffnet werden, um die Bewohner aus dem Gebäude zu führen. Dabei erlitten zwei Polizeibeamte und eine Bewohnerin Rauchvergiftungen und mussten ins Krankenhaus.
    Wehrführer Jensen und sein Stellvertreter Peter Post waren sich einig, dass das schnelle Eintreffen am Brandort entscheidend für den Erfolg des Einsatzes war. „Nur durch den intensiven Personalaufwand und die gute Zusammenarbeit aller Kräfte konnte ein Dachstuhlbrand vermieden werden.“ So blieb der Gesamtschaden auf 70 000 Euro begrenzt – die Wohnung im ersten Stock wurde völlig zerstört, in der Wohnung darunter entstand Wasserschaden. Bis 7.41 Uhr wurden Gebäude und Dach noch nach Glutnestern abgesucht, dabei wurden auch Atemschutzgeräte eingesetzt. Während des Einsatzes war die Friedrichstraße für den Durchgangsverkehr voll gesperrt. Die Brandursache steht noch nicht fest.

    Langeneß: Feste Landeplätze für Hubschrauber (7. Dezember)
    (shz) Rettungshubschrauber sollen künftig nachts auf den Halligen Langeneß und Oland sicherer landen können. Erste Schritte wurden bereits eingeleitet. Um konkrete Maßnahmen zu verabreden, waren Bürgermeister Fiede Nissen, der zuständige Gemeindekrankenpfleger Patrick Andresen, der Gemeinde- und Wehrführer der beiden Halligen, der Leiter des Rettungsdienstes Nordfriesland, Christian Wehr, sowie Vertreter der Rettungsdienstverwaltung, der deutschen Rettungsflugwacht sowie der Leitstelle Nord auf Langeneß zusammengekommen, um sich über zukünftige Rettungshubschrauber-Landungen auf den beiden Halligen zu unterhalten. Der Feuerwehr Langeneß und Oland wurden schon einmal mehrere neue „Blickleuchten“ überreicht, um dem Piloten nachts die Landung optisch zu erleichtern. Des weiteren wurden zwei feste Hubschrauber-Landeplätze für Nachteinsätze festgelegt. Die Plätze befinden sich nun im Westen der Hallig (Hilligenley) und im Osten – an der Kirchwarft. Man kam überein, in Zukunft noch enger und intensiver zusammenzuarbeiten.



    Drelsdorf: Frau starb nach schwerem Unfall (16. Dezember)
    (shz) Ein schwerer Verkehrsunfall auf der Landesstraße 273 zwischen Bohmstedt und Drelsdorf hat am Montagabend ein Todesopfer gefordert. Ein 65-jähriger Autofahrer war mit seinem Wagen in den Gegenverkehr geraten und frontal mit einem Kleinwagen kollidiert. Die Beifahrerin des Unfallverursachers erlag ihren schweren Verletzungen im Krankenhaus.
    Nach ersten Ermittlungen der Polizei war der Fahrer eines Opel Meriva in einer Rechtskurve aus noch ungeklärter Ursache auf die Gegenfahrbahn geraten und dort frontal mit einem Smart Cabrio zusammengestoßen. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Smart von der Fahrbahn geschleudert, stürzte eine Böschung hinunter, kippte auf die Seite und blieb schließlich auf dem Fuß- und Radweg neben der Landesstraße liegen. Der Opel hingegen wurde herumgeschleudert und blieb schwer beschädigt am Straßenrand stehen. Da in ersten Notrufen berichtet wurde, dass sowohl beide Insassen des Opel sowie der Smart-Fahrer eingeklemmt seien, wurde Großalarm für Feuerwehr und Rettungsdienst ausgelöst. Die zuerst eintreffende Wehr aus Drelsdorf konnte den 33 Jahre alten Fahrer des Smart sowie die beiden Insassen des Opel dann jedoch ohne technisches Gerät in Zusammenarbeit mit dem Rettungsdienst befreien. Alle drei Verletzen wurden in die Krankenhäuser nach Flensburg und Husum gebracht.
    Die Verletzungen der 61-jährigen Beifahrerin aus dem Opel waren jedoch so schwer, dass sie diesen nach ihrer Einlieferung in das Husumer Klinikum erlag. Im Einsatz waren neben drei Rettungswagen auch zwei Notärzte sowie der organisatorische Leiter des Rettungsdienstes, der den Abtransport der Verletzten in die einzelnen Kliniken koordinierte. Beide Autos wurden bei dem Unfall total zerstört und mussten abgeschleppt werden. Unklar ist noch die Unfallursache. Zum Unfallzeitpunkt herrschten Temperaturen um den Gefrierpunkt und stellenweise Nebel. Ob die Wetterbedingungen jedoch in Zusammenhang mit der Unfallursache stehen, sollen nun die Ermittlungen der Polizei und eines Sachverständigen klären.
    Die Landesstraße 273 war während der Rettungs- und Bergungsarbeiten für rund anderthalb Stunden voll gesperrt.

    Sankt Peter-Ording: Segler stirbt in der Nordsee (28. Dezember)
    (shz) Seglerdrama am Weihnachtswochenende vor der schleswig-holsteinischen Westküste: Gestern wurde am Strand von St. Peter-Ording (Kreis Nordfriesland) ein unbekannter Toter gefunden. Es soll sich um einen Segler aus Damp (Kreis Rendsburg-Eckernförde) handeln. Sein Boot wurde einige Kilometer entfernt entdeckt. Wie sich die Tragödie zugetragen hat, war noch unklar.
    Es waren Seehundjäger am Böhler Strand in St. Peter-Ording, die gestern routinemäßig die Küste unter anderem nach verendeten Robben absuchten, die hin und wieder am Spülsaum der Nordsee angeschwemmt werden. Am Mittag machten sie eine grausige Entdeckung: Die Wogen der See hatten eine menschliche Leiche an den Strand gespült. In einiger Entfernung konnten sie im Wattenmeer ein kieloben treibendes Boot ausmachen, das sich im sandigen Untergrund festlief – es herrschte ablaufendes Wasser (Ebbe).
    Sofort startete eine groß angelegte Suche. „Zunächst musste davon ausgegangen werden, dass sich weitere Personen an Bord befinden“, so Sacha Münster, Sprecher der Leitstelle Nord in Harrislee bei Flensburg. An der Suchaktion beteiligten sich vier Seenotrettungskreuzer der Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) sowie ein Rettungshubschrauber der Marine aus Kiel. Weitere Personen seien jedoch nicht gefunden worden, so Münster.
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